Mein Freund Mgongo

„Wie aus einem Rückenproblem ein Freund wird”

Meine Geschichte

Die Veröffentlichung meiner Geschichte wird voraussichtlich 2013 erfolgen.

Es wird eine Geschichte ohne Ende sein, denn das Thema Wirbelsäule und mein Freund Mgongo werden mich begleiten, so lange ich lebe.

Erleben Sie mit mir zusammen wie aus meinen Rückenproblemen eine tiefe Freundschaft wurde! 

Eine kleine Vorschau schenke ich ihnen schon heute:

 

1.Dezember 1984 – mein Hochzeitsdatum.

Es war ein rauschendes Fest und den vorher gegangenen Polterabend konnte man getrost als Härtetest für alles was da kommen möge betrachten. Es ging mir gut! Naja – der Rücken hat in den letzten paar Jahren schon hin und wieder gezwickt. Das hab ich ignoriert, schließlich war ich jung – zu dem Zeitpunkt gerade mal 28 Jahre alt.

Die ersten beiden Wochen meiner Ehe waren wunderbar. Dann stand Weihnachten vor der Tür und der Besuch meiner gerade frisch erworbenen Schwiegermutter. Wie waren kurz vor der Hochzeit in ein neues Haus umgezogen. Was noch fehlte war ein standesgemäßes Gästezimmer für die Mama!

Die Ansprüche waren hoch: Erdgeschoss, denn Treppensteigen soll vermieden werden – Nähe zum Badezimmer, damit sie nachts nicht durchs ganze Haus laufen muss, wenn sie mal muss – ein geeignetes Bett, nicht zu hoch und nicht zu niedrig, damit das Aufstehen nicht schwer fällt – die passenden Möbel dazu bis hin zur Farbe der Tapeten. Tapeten müssen sein, denn nur geweißte Wände – die wir sonst im ganzen Haus hatten – erinnern zu sehr an die schwere Kriegs- und Nachkriegszeit.

Ich behielt meine nicht gerade salonfähigen Gedanken zu diesem Thema für mich und machte mich zusammen mit meinem Mann ans Werk. Schließlich – sie war seine Mutter – und ich wollte, dass wir einen guten Start haben.

Am Abend des ersten Arbeitstages ist es dann passiert: Ich bückte mich gerade nach einer Tapetenrolle, spürte plötzlich einen stechenden Schmerz im Rücken und war quasi bewegungsunfähig. Die „fachliche“ Diagnose meines Mannes lautete „Ischias“ und mein damaliger Hausarzt schloss sich am nächsten Morgen dieser Meinung an. Er verpasste mir eine Spritze und ein paar Tabletten, der Schmerz war zunächst eingedämmt, und weiter ging`s. „Na siehst du – geht doch“ meinte mein Mann mit zufriedenem Lächeln und forderte mich gleichzeitig auf das verflixte Bett für die Schwiegermutter von einem Zimmer ins andere zu transportieren. 

Es ging nicht, aber ich habe trotzdem alles brav getan, was zu tun war. Weihnachten kam, mein Mann sonnte sich im zufriedenen Blick seiner Mutter, alles war perfekt – für die anderen – nicht für mich. Mir taten inzwischen schon die Backenknochen weh vom ewigen Zähne zusammenbeißen. Die Quittung für meine dämlichen Bemühungen es allen recht zu machen folgte auf den Fuß. Die Schmerzen waren mittlerweile unerträglich und zogen sich vom Rücken über das ganze linke Bein bis in die Zehenspitzen. Ein Termin bei einem Facharzt war erst nach den Feiertagen zu kriegen. Bis dahin quälte ich mich mit Spritzen, Tabletten, vielen gut gemeinten aber absolut inkompetenten Ratschlägen von Freunden und Familienmitgliedern und vor allen Dingen mit meinen ganzen Ängsten herum. Ich fühlte mich völlig hilflos und hatte keine Ahnung, wie das alles weiter gehen soll. Was war da mit meinem Rücken und warum tat das so verflixt weh. Was wird aus meinem Job, ich werde mich krank melden müssen nach meinem Flitterwochen-Urlaub – toll, mein Boss wird begeistert sein. Und mein Mann, überhaupt – meine junge Ehe! Das hatte ich mir anders vorgestellt! Sicher, er hat sich rührend um mich gekümmert und viel Mitgefühl gezeigt. Aber in seinen Augen konnte ich deutlich lesen „Oh Gott – was hab` ich mir da bloß angetan?!!“ 

Anfang Januar erlebte ich meinen ersten Termin bei einem Orthopäden. Wenn ich heute an diese Untersuchung denke entbehrt dies nicht einer gewissen Komik. Ich musste mich zunächst entspannt hinlegen, dann wurden meine Beine angehoben und gedreht und geknickt. Ich musste mich bücken, mich strecken, auf den Zehenspitzen und den Fersen laufen – was alles nicht ging – denn wie bereits erwähnt war ich nahezu bewegungsunfähig!!

Nachdem diese Tortur dann vorbei war knallte mir den Arzt ein paar medizinische Ausdrücke um die Ohren, die ich nicht verstanden habe und kam dann zu dem Resultat „Bandscheibenvorfall“. Ich hatte diesen Ausdruck bis dahin noch nie gehört und lies mir erklären, was das zu bedeuten hat. Der Arzt zeigte mir am Modell einer Wirbelsäule wo in etwa sich diese herausgerutschte Bandscheibe bei mir befand, auf die Nerven drückte und damit diese Schmerzen verursachte.

So weit, so gut! Ich dachte allen Ernstes, dass nun die Behandlung folgen würde, vielleicht so eine Art Wunderspritze, und dann wäre die ganze Sache ausgestanden. Dem war nicht so!!

Als nächstes, erklärte mir der Arzt, müsse meine Wirbelsäule geröntgt werden, und zwar muß es eine Computertomographie sein, ein röntgenologisches Schichtaufnahmeverfahren, das uns genau zeigen würde, wie mein Bandscheibenvorfall geartet ist. Aber, so meinte er, er sei sich seiner Diagnose ohnehin schon ziemlich sicher und ich sollte mich schon mal darauf einstellen, dass eine OP nötig wäre und mir Gedanken machen wo ich mich operieren lassen möchte.

Er hatte recht: Bei der Tomographie wurden 4 Bandscheibenvorfälle festgestellt, von denen einer so massiv war, dass er nur noch operativ behandelt werden konnte. Was wir jetzt brauchten war ein OP-Termin in der richtigen Klinik und beim richtigen Chirurgen. Auf Anraten eines befreundeten Arztes entschied ich mich für eine Klinik etwa 200 km von meinem Wohnort entfernt. Leider war der nächstmögliche Termin für die Operation erst in 4 Wochen frei. Jetzt hatte ich also 4 Wochen Zeit mich vor der OP zu fürchten, mir alle möglichen negativen Konsequenzen auszumalen, mich einsam und verlassen und vom Schicksal geschlagen zu fühlen. Vor allem aber fing ich an zu überlegen, wer Schuld an dieser ganzen Sache hatte!! Meine Schwiegermutter fiel mir natürlich als erste ein und natürlich mein Mann! Jawohl - diese ganze angeheiratete Sippschaft hatte Schuld an meinem Leiden.

Ich fürchte, ich war in dieser Zeit ziemlich unausstehlich!

 


 

Lassen Sie sich überraschen, wie es weiterging!

 

Herzlichst

Ihre Gabi Müller

 

 

1985

Bandscheibenoperation LWS

2005

Bandscheibenoperation HWS

2 Implantate

2009

Bandscheibenoperation LWS

2 Implantate

2012

Mir geht es gut!

Wenn ich heute an meine Geschichte denke habe ich ein Lächeln auf meinem Gesicht.

Ich weiss nicht was die Zukunft bringt aber ich bin sicher, das mein Freund Mgongo und ich einen guten Weg finden werden damit umzugehen!